Ich setzte mich in Bewegung und trabte in die Richtung, aus der das Rauschen einer Straße vermutete. Meine Füße schienen den Boden nicht zu berühren; tote Äste und Blätter wichen meinen Schritten, ohne dass sie sich bewegten. Ich blieb kurz stehen und erfreute mich an den farbenfrohen Blumen und Pflanzen, die in meinen Fußstapfen gewachsen waren. Aber die Freude war nicht lang von Dauer, denn genau so schnell wie sie gewachsen waren, verwelkten und verdorrten sie auch wieder. Es erstaunte mich, wie vergänglich das Leben doch war. Aber die Zeit, die die Pflanzen brauchten zu wachsen, war genau so lange, wie sie brauchten, um zu verdorren. Allerdings dauerte es noch lange, bevor sie sich in Erde verwandelten und ich hatte nicht die Zeit, so lange zu warten. Ich hatte mich in Bewegung gesetzt und wollte mich nun nicht mehr durch scheinbar triviale Dinge aufhalten Sachen aufhalten lassen. Die Gabe, etwas zu erschaffen, war die größte Gabe, die den Menschen gegeben wurde. Allerdings ging mit dieser Gabe auch die Fähigkeit einher, Dinge wieder zerstören und töten zu können. Es war ein Ausgleich geschaffen worden, von dem die Menschen allerdings keinen Gebrauch machten. Sie zerstörten mehr, als sie erschufen und vieles, was sie errichteten, war dazu bestimmt, im Endeffekt wieder zu zerstören. Ich wurde wütend. Warum erkannten die Menschen das nicht und zogen die Konsequenzen aus ihren Taten. Warum wurde die Schuld immer wieder abgewiesen, anstatt nach sinnvollen und konstruktiven Lösungen zu suchen? Ich verdrängte die Emotionen und wandte mich wieder der Richtung zu, in die ich gelaufen bin. Mir wurde immer mehr bewusst, dass ich eine Aufgabe zu erfüllen hatte. Ich brauchte einen fahrbaren Untersatz, um in die Innenstadt zu gelangen, in die es mich zog. Ich fühlte mich wie fremdgesteuert. Aber das war nur die eine Seite, denn ich wusste, dass ich mich ihr verweigern konnte. Die Aufgabe war etwas, dass ich tun wollte, ich sah eine Chance, die Welt zu verändern.
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