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Ein Stündchen am Tag

Eine Stunde am Tag nehme ich mir ab sofort, um diesen Blog zu pflegen und an einen meiner unzähligen, angefangenen Manuskripten zu schreiben. Da sich hier eh noch keiner so wirklich rumtreibt werde ich mir jetzt nicht die Mühe machen, ein Umfrageplugin hier reinzubasteln. Schreibt mir einfach ein Kommentar, aus welchem Genre ihr gerne mehr lesen würdet.

Kinderbuch
Fantasy
Genremix

Auf auf! Je schneller ihr mir bei der Entscheidung helft, desto fixer kriegt ihr Lesestoff!

Fünf Worte

Das Wort auf dem Papier
steht einsam und verlassen
Gleicht dem Mord der and’ren vier
nun bedeutungsarm; wurde gehen lassen
Der Stift ist nun fort; ist nicht mehr hier.
Hab gekämpft, sofort! Um Deine Herzensmassen.
Versteift auf dann und dort und auf das “Wir”.
Hörte wohl das “Du bist nicht mein Fall”
ignorierte es um näher zu kommen
seelisch und emotional, bis zum ersten Knall
verliere mich in den Worten, den Frommen.
Aufrichtig und ehrlich. Tugend! Nicht Verfall
brachte mich ans Ziel, der Weg nun verklungen
bin nun in Deinem Herz, die Wörter sind verhallt.

Ohne Titel 12

Auf dem Stativ die Kamera
einsam und verlassen wirkt das Licht.
Bilder längst vergilbt und alt.
Bist nun fort, meine Hände wieder kalt
Die Gedanken schnörkellos und schlicht.
Was kann ich tun ausser jammern? Ja?

Ohne Titel 11

So schwer wird das Gefühl
zu atmen noch und nöcher
jeder Zug zieht dahin.
Hinfort von mir, so vergänglich
Niederschlag im Kopf, so schwül
der letzte Pfeil in meinem Köcher
ungeduldig suchend anch dem Sinn
ohne Ziel kein Weg noch so beschwerlich.

Ohne Titel 10

Komm her mein Herz und labe Dich
vermissender Schmerz, den spüre ich.
Tritt viel näher und ich male Dich
mit zartem Pinselstrich.
Aus der schmachtenden Seele
verzehrt sie sich doch so sehr
entspringt ein Stück vom Leben
nur von mir für Dich, mehr und mehr.

Ohne Titel 9

Deprived of all my senses,
hence all the fences
around my outgoingness.
My heart thus beating less.
Less than when you’re around
when you’re inside of me.
No more feelings unbound
Fixation on the urge to flee
To flee from where? To flee whereto?
Flee to your loving arms; flee to you.

Tribute to Immo

Manches Mal schau ich mir die Welt an, zumindest das, was ich von ihr seh.
Wünschte mir ich nähm mir die Zeit und sie hält an, doch sie läuft mir weg und das tut weh…

Ohne Titel 8

Mein Tränen schmecken nach Blut.
Nach dem Blut meines Herzens.
Es regnet aus meiner Seele.
Ein Wolkenbruch gar, regnet auf Dich nieder.
Hol den Schirm raus und lass mich gehen…
Der Kopf ist voll, doch die Seele leer.

Delirium Teil 6

Ich setzte mich in Bewegung und trabte in die Richtung, aus der das Rauschen einer Straße vermutete. Meine Füße schienen den Boden nicht zu berühren; tote Äste und Blätter wichen meinen Schritten, ohne dass sie sich bewegten. Ich blieb kurz stehen und erfreute mich an den farbenfrohen Blumen und Pflanzen, die in meinen Fußstapfen gewachsen waren. Aber die Freude war nicht lang von Dauer, denn genau so schnell wie sie gewachsen waren, verwelkten und verdorrten sie auch wieder. Es erstaunte mich, wie vergänglich das Leben doch war. Aber die Zeit, die die Pflanzen brauchten zu wachsen, war genau so lange, wie sie brauchten, um zu verdorren. Allerdings dauerte es noch lange, bevor sie sich in Erde verwandelten und ich hatte nicht die Zeit, so lange zu warten. Ich hatte mich in Bewegung gesetzt und wollte mich nun nicht mehr durch scheinbar triviale Dinge aufhalten Sachen aufhalten lassen. Die Gabe, etwas zu erschaffen, war die größte Gabe, die den Menschen gegeben wurde. Allerdings ging mit dieser Gabe auch die Fähigkeit einher, Dinge wieder zerstören und töten zu können. Es war ein Ausgleich geschaffen worden, von dem die Menschen allerdings keinen Gebrauch machten. Sie zerstörten mehr, als sie erschufen und vieles, was sie errichteten, war dazu bestimmt, im Endeffekt wieder zu zerstören. Ich wurde wütend. Warum erkannten die Menschen das nicht und zogen die Konsequenzen aus ihren Taten. Warum wurde die Schuld immer wieder abgewiesen, anstatt nach sinnvollen und konstruktiven Lösungen zu suchen? Ich verdrängte die Emotionen und wandte mich wieder der Richtung zu, in die ich gelaufen bin. Mir wurde immer mehr bewusst, dass ich eine Aufgabe zu erfüllen hatte. Ich brauchte einen fahrbaren Untersatz, um in die Innenstadt zu gelangen, in die es mich zog. Ich fühlte mich wie fremdgesteuert. Aber das war nur die eine Seite, denn ich wusste, dass ich mich ihr verweigern konnte. Die Aufgabe war etwas, dass ich tun wollte, ich sah eine Chance, die Welt zu verändern.

Delirium Teil 5

Ich genoss jeden Schritt, ich genoss das Gefühl der festgetretenen Erde an meiner nackten Fußsohle, wie ich es niemals vorher in meinem ganzen Leben genossen habe. Ich war anfälliger für das Schöne der Natur. Für die Natürlichkeit an sich. Während ich auf den Stamm zuwanderte, griff ich mir an die linke hintere Hosentasche und holte ein zerknäultes T-Shirt heraus. Ich schlug es aus und streifte es mir über. Es schein mir unangebracht, diesen Ort zu verlassen, ohne Kleidung am Körper. Ich setzte mich auf den Baumstamm und entfernte mit meinen Fingern den Sand zwischen meinen Zehen. Ich zog meine Turnschuhe an und stand auf. Ich war erfüllt von Schaffensdrang und einer nie gekannten Energie, die jeden Kubikmillimeter meines Körpers durchfloss.

Ich war soweit, die Show konnte beginnen. Ich wusste nicht, was ich meinte und war über meine eigenen Gedanken erstaunt. Ich fühlte jetzt, wie sich die Ahnung in mir in ein Kribbeln und Jucken verwandelte. Mein Körper zitterte innerlich, ohne es sich äußerlich anmerken zu lassen. Vor allem meine Hände entglitten immer mehr meiner bewussten Kontrolle. Sie öffneten sich ohne mein Dazutun und ballten sich zu Fäusten. So fest, dass die Knöchel wie hervor traten. Ich vermutete, dass ich ein Ventil für das Angestaute in mir brauchte. Ich konnte nicht genau sagen, was es war. Es waren keine Aggressionen, auch wenn ich meiner Meinung nach Grund genug dazu hatte. Es war eine konstruktive Kraft in mir, keine zerstörerische. Ich wollte niemanden verletzten oder umbringen. Ich hoffte, dass sich mein Körper insofern mit meinen Gedanken im Einklang befand, dass ich es auch tatsächlich nicht tun würde. Ich war bis in die Haarspitzen geladen, es war nur noch eine Frage der Zeit, bis ich merken würde, wer oder was mein Ventil sein würde. Das Kribbeln in meinen Fingern wurde langsam unerträglich. Meine Unterarme begannen zu vibrieren, nicht sehr stark, aber so, dass ich es spürte und so sehr, dass ich mir Sorgen darüber machte, was wohl mit mir passieren würde.

War das jetzt nur ein Anfang von etwas sehr großem, dass ich noch nicht benennen konnte, oder war es etwa die Wirkung vom Alkohol vom Vorabend, der meine Gedanken verschleierte. Ich hatte zwar sehr viele gleichzeitige Gedankengänge, aber ich konnte keinen genau beschreiben. Ich betrachtete meine zitternden Hände einen Moment und schrie sie dann an. Es half nichts. Ich wandte mich flehend an den Wald und hob meine Hände in die Höhe. Es knackte hinten im meinem Kopf und auf einmal durchströmte mich innere Ruhe. Gelassenheit, Ausgeglichenheit. Alle Muskeln entspannten sich, Verkrampfungen und Verspannungen lösten sich wie von selbst. Ich hatte das Bedürfnis, mich in die Zivilisation zu begeben. Ich wusste nicht woher es kam, aber ich wollte, dass mich Menschen anhörten, ich brauchte Leute, die mir zuhörten um meine Macht richtig ausleben zu können. Meine Ohren war jetzt derart feinfühlig, dass ich einen Zitronenfalter in 5 Metern Entfernung mit den Flügeln schlagen hören konnte. Alle meine Sinne waren so scharf, wie diese Ginsu-Messer aus der Fernsehwerbung.